Neujahrsempfang der Jenaer Grünen
Die Jenaer Bündnis-Grünen luden am Sonntagvormittag ins Ricarda-Huch-Haus zum Neujahrsempfang 2009. Zu den Gästen zählten unter anderem Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität, Prof. Dr. Klaus Dicke, Till Noack, Geschäftsführer der Stadtwerke Jena-Pößneck, sowie Cem Özdemier, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt.
Frau Göring-Eckardt unterbreitete in ihrer Rede zehn Vorschläge, wie Jena im neuen Jahr attraktiver werden könnte. So zum Beispiel, wenn es mehr Radwege und dafür weniger Autoparkplätze in Jena gäbe oder das Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zur besseren Ausstattung der Regelschulen in unserer Stadt verwendet werden würde. Laut Göring-Eckhardt würde Jena auch dadurch besser werden, wenn es „klare Mehrheiten im Stadtrat mit Grüner Regierungsbeteiligung gäbe. Das wäre sicherlich für den OB sehr anstrengend, aber besser anstrengend.“
Im Mittelpunkt der Ansprache Cem Özdemirs standen das Wahljahr 2009 sowie die Herausforderungen, vor denen Deutschland in Bewältigung der Weltwirtschaftskrise steht: „Die Grünen gehören gewiss nicht zu denen die sagen, das alles falsch ist, was die anderen Parteien machen. Und nicht alles im Konjunkturprogramm der Bundesregierung ist schlecht, da stehen auch viele Dinge drin, die wir genau so gemacht hätten.“ Über die Art der Finanzierung des Konjunkturpaketes ließe sich jedoch streiten, so Özdemir. Denn „wenn die heutigen Konjunktur-Hilfen über weitere Schulden finanziert werden, stellt sich für uns die Frage nach dem Nutzen dieses Programms für die kommenden Generationen: Wie steht es um den Klimaschutz? Leistet das Paket einen spürbaren Beitrag, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern? Hilft es, Probleme im Bildungsbereich substanziell zu lösen?“ Der Wähler habe im Jahr 2009 vielfach die Gelegenheit, den von der Großen Koalition eingeschlagen Kurs zu ändern, so Özdemir abschließend.
Text: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer, happyarts.de









