Warnung vor Betrügern der „Nigeria-Connection“
Die Kriminalpolizei Jena warnt aufgrund aktueller Sachverhalte vor Betrügern, die über Kontaktseiten und Partnerbörsen im Internet an potentielle Opfer herantreten und diese durch bewegende Geschichten zur Zahlung von hohen Geldbeträgen ins Ausland veranlassen.
Die Betrüger bauen über Chats, E-Mails und Telefonate ein Vertrauensverhältnis zu den Opfern auf. Man tauscht sich über persönliche und berufliche Dinge aus. Mitunter träumt man von einer gemeinsame Zukunft. Im weiteren Verlauf versuchen die Betrüger, die Opfer durch Vorspiegeln finanzieller Notsituationen aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder geschäftlichen Problemen zu Geldzahlungen per Bargeldtransfer zu bewegen.
Diese Betrugshandlungen, welche bereits seit vielen Jahren unter dem Begriff „Nigeria Connection“ bekannt sind, werden immer wieder in abgewandelter Form begangen.

Hier zwei aktuelle Beispiele:
Eine 70-jährige Frau aus dem Saale-Holzland-Kreis wurde auf den Seiten einer Internetkontaktbörse von einem Betrüger angeschrieben, der sich als britischer Geschäftsmann ausgab. Beide tauschten sich über familiäre und berufliche Themen aus, sodass es dem Täter gelang, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Anschließend spiegelte er eine finanzielle Notlage vor. Er würde Geld für Hotelkosten, eine dringend erforderliche Operation und notwendige Medikamente benötigen. Die Frau glaubte diesen Geschichten und schickte über einen Bargeldversand mehr als 11.000 EUR nach Italien und Ghana. Vom Geld und dem Betrüger sah und hörte sie nichts mehr.
In einem weiteren Fall meldeten sich ebenfalls Betrüger über eine Internetkontaktbörse bei einer 44-jährigen Frau aus dem Saale-Holzland-Kreis. Auch hier gelang es dem Täter, das Vertrauen des Opfers zu gewinnen und sie letztendlich dazu zu bewegen, gefälschte Reiseschecks bei einer Bank einzulösen, die er ihr übersandte. Das erhaltene Bargeld in Höhe von 4.000,00 EUR schickte die Frau über einen Geldtransferdienstleister nach Ghana. Beim Versuch, weitere gefälschte Reiseschecks einzulösen, verständigten die Bankmitarbeiter die Polizei. Gegen die Frau wird nun wegen Betruges, Urkundenfälschung und des Gebrauches falscher Schecks ermittelt.
Transporter angezündet
Am 05.02.10 gegen 02:30 Uhr informierte ein Bürger die Rettungsleitstelle über einen brennenden Transporter beim Westbahnhof. Unbekannte hatten das Fahrzeug von der Deutschen Bahn am hinteren Reifen in Brand gesetzt. Die eingesetzten Polizisten konnten mit Feuerlöschern den Brand bekämpfen. Es entstand trotzdem Sachschaden in Höhe von 5000 EUR.
Schmiererei und Sachbeschädigung
Unbekannte Täter hatten in der Nacht vom 04.02. zum 05.02.2010 ihr Unwesen auf dem Gelände der Schule in der Oßmaritzer Straße getrieben. Sie beschmierten die Fassade und mehrere Müllcontainer mit diversen Schriftzügen.
Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, soll sich an die Polizei wenden.
Am Samstag musste die Polizei eine Sachbeschädigung in der Winzerlaer Straße aufnehmen. In der vergangenen Nacht hatten Unbekannte ihre Kräfte an einer Hinweistafel für den dortigen EC-Automaten ausgelassen und diese dabei aus der Wand gerissen.
Betrunkener Radfahrer
In der Nacht zum Samstag erregte ein Radfahrer die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife. Dieser fuhr in Schlangenlinien die Westbahnhofstraße entlang und ignorierte auch das Rotlicht an der Ampelkreuzung. Bei der folgenden Kontrolle wurde ein Alkoholwert von über zwei Promille festgestellt. Die Blutprobe wurde angeordnet und eine Anzeige erstattet.
Zusammenstoß mit Krankenwagen
Samstagabend gegen 18:45 Uhr befuhr ein Rettungswagen die Erlanger Allee und wollte von dort zur Notaufnahme abbiegen. Der Krankenwagen hatte Blaulicht und Sirene eingeschaltet. Aus Richtung Lobeda kam ein PKW Audi, bemerkte den Krankenwagen nicht und es kam zum Zusammenstoß. Nach dem Unfall flüchtete der Fahrer des Audi in unbekannte Richtung, stellte sich aber später der Polizei.
Bei der Prüfung des Fahrers wurde festgestellt, dass er unter Einfluss von Alkohol stand und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.
Im Rettungswagen wurden zwei Personen leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von 18 000 EUR.
Raub aufgeklärt
In der Nacht vom zum 23. Januar kam es in Jena-Lobeda/West zu einem Raubüberfall. Ein 18-Jähriger befand sich gemeinsam mit einem Bekannten auf dem Heimweg, als beide in der Karl-Marx-Allee in der Nähe der Straßenbahnendhaltestelle von zwei Unbekannten angesprochen wurde. Einer der Täter verlangte die Herausgabe des Rucksacks, während der Zweite ihm den Rücken freihielt, in dem er den Begleiter vom Tatgeschehen weg drängte.
Der Haupttäter untermauerte seine Forderung mit der Drohung, sein Opfer mit einer Bierflasche zu schlagen. Als der Geschädigte wohl kurz zögerte schlug der Räuber unvermittelt die Bierflasche über den Kopf des jungen Mannes. Dieser ging durch die Wucht des Schlages sofort zu Boden und zog sich nicht unerhebliche Verletzungen zu. Die Bierflasche ging dabei sofort zu Bruch.
Der Täter ergriff den Rucksack und suchte mit seinem Kumpan das Weite.
Nach intensiven und umfangreichen Ermittlungen der Jenaer Kriminalpolizei konnte ein 21-jähriger Jenaer als Täter ermittelt werden. Dieser wurde am 4. Februar in seiner Wohnung vorläufig festgenommen. Bei der Festnahme trafen die Beamten des Jenaer Raubkommissariates in der Wohnung des Tatverdächtigen auf einen weiteren jungen Mann. Seine Überprüfung ergab, dass er durch die Staatsanwaltschaft Jena mit Haftbefehl gesucht wurde. Auch er wurde festgenommen und mit Unterstützung der Polizeiinspektion Jena zur Dienststelle gefahren.
Gegen den 21-jährigen Räuber wurde durch das Amtsgericht Jena Untersuchungshaft angeordnet.
Zeugenaufruf
Auf noch nicht bekannte Art und Weise wurde in der Nacht zum 04.02.2010 auf dem Ernst-Abbe-Platz eine Informationssäule für Fahrgäste des Jenaer Nahverkehrs beschädigt.
Die Säule wies Beschädigungen am Gehäuse, an der Elektrik sowie dem Fundament auf. Es wird von einem Sachschaden von ca. 5000 Euro ausgegangen.
Ob der Schaden durch ein Fahrzeug oder durch mutwillige Zerstörung entstanden ist, wird derzeit ermittelt.
Es werden Zeugen gesucht, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Diese melden sich bei der Polizei Jena unter der Telefonnummer 03641/810.
Text: PI Jena
Foto: pixelio.de

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