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Flächenbrand im Paradies?

Es sollte ein Feuerwerk entfacht werden, der Rasen sollte brennen und dennoch verliert der FC Carl Zeiss Jena sein Nachholspiel gegen den SV Sandhausen mit 1:0. Zur Überraschung aller stand Stefan Kolb in der Startformation und sollte für die nötige Torgefahr sorgen. Jena begann couragiert, Sandhausen ließ die Jenaer kombinieren und verteidigte geschickt. Von André Lorbeer.

 

 

Das erste Achtungszeichen setzte Lukimya mit einem Kopfball welchen Torhüter Kirschbaum sicher parierte (3.). Die erste Viertel Stunde war sehr kampfbetont und die Zweikämpfe wurden mit der geforderten Bissigkeit betrieben. Jena versuchte Druck aufzubauen und erarbeitete sich einige Möglichkeiten. Kolb hatte einen Pass von Ziegner aufgenommen und passte in den Strafraum, Hähnge lies geschickt durch, doch Orlandos Schuss fand den Weg nicht ins Gehäuse(17.) Sollte der Rasen im Ernst Abbe Sportfeld doch noch Feuer fangen und die Heißblütigkeit der Jenaer ein ereignisreiches Spiel hervorrufen? Feuerwehrmann Dr. Manuel Kunzmann schien etwas dagegen zu haben und wollte den Brandherd zügig löschen. Nach einem Foul von Wuttke bekam dieser zu Unrecht die Gelbe Karte. Nun hatte Dr. Kunzmann den Brandherd gelöscht und die eisigen Temperaturen gaben ihr übriges hinzu.

 

Die folgenden 20 Minuten passierte nichts. Es entwickelte sich ein typisches Null zu Null Spiel. Ein Funke schien nochmal auf Orlando übergesprungen zu sein, doch seine Gelegenheit den Gastgeber in Führung zu bringen scheiterte, da er den mitgelaufenen Truckenbrod nicht in Szene setzten konnte und das Leder am linken Pfosten vorbei schob (37.) Die erste nennenswerte Aktion der Gästemannschaft aus Sandhausen war ein Schuss durch Dorn in der 40. Spielminute. Als die Jenaer Mannschaft gedanklich schon beim Pausentee saß, schlug Sandhausens Toptorjäger Regis Dorn zu. Sein Schuss nach Cencis Ablage mit der Hacke war unhaltbar für Torhüter Carsten Nulle (43.).  

Nach der Pause begann Jena wieder sehr heißblütigt und druckvoll. Die Chance zum Ausgleich vereitelte Sandhausens Torhüter Kirschbaum mit einer starken Parade gegen den Kopfball von Lanzaat, nach Freistoß von Ziegner. Allerdings konnte man nicht die nötige Konstanz aufbauen und das Spiel seitens des FC verflachte zusehends. Die nötige Effektivität und vor allem Kreativität fehlte gänzlich, denn man war nur bei Standards gefährlich. Anders Sandhausen. Eine scharfe Freistoßeingabe von Jungwirth konnte Florian Tausendpfund zum Dank aller FCC Fans nicht verwerten (64.).

Eine erneute Ecke, getreten vom solide spielenden Truckenbrod, konnte Hähnge nicht verwerten (72.) Nur drei Minuten später stand der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter im Mittelpunkt. Der zuvor eingewechselte Mayombo wurde im Strafraum zu Fall gebracht und forderte zurecht Elfmeter, welcher durch den Schiedsrichter verwehrt blieb. Kurze Zeit später holte der junge Stefan Kolb wieder eine Ecke für Jena heraus. Ziegners Eingabe köpft Hähnge an den Pfosten und Sandhausen konnte klären(77.). Die Gäste hätte in der 82. Minute ihre Führung ausbauen können, doch den Schuss von Emre Öztürk hatte Carsten Nulle im Nachfassen sicher.

Der angekündigte Flächenbrand, entfacht durch die Jenaer Spieler, blieb leider aus und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte konnte man daraus resultierend nicht herstellen. Somit schaut man wieder einmal Richtung Abstiegsplätze und muss in den kommenden  Spielen gegen Bayern und Aue unbedingt Punkten, um im Derby das Feuer zu entfachen, dass der Rasen verbrennen könnte.

Jena: Nulle, Lanzaat GK (51. Eckardt), Lukimya, Wuttke GK, Schmidt, Sträßer, Ziegner GK (87. Kühne), Truckenbrod, Orlando (73.Mayombo), Hähnge, Kolb

Zuschauer:5513

Text: André Lorbeer

 

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