Jena plant Bau eines Flughafens
Die Finanzkrise macht es möglich: Ein Teil des Geldes aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung, für Thüringen insgesamt immerhin über 300 Mio Euro, könnten für den Bau des Friedrich-Schiller-Airports Jena/Saale, so der vorläufige Arbeitstitel, Verwendung finden.
Unverhofft kommt oft. Der seit über 30 Jahren angedachte Bau eines Flughafens in Jena könnte nun – inmitten einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise – realisiert werden. Möglich macht dies unter Umständen der Geldsegen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zum Ausbau der städtischen Infrastrukturen und genau dies beabsichtigt die Stadt Jena nun auch anzupacken. „Wenn wir die Chance jetzt nicht nutzen, werden wir nie einen eigenen Airport bauen“, heißt es dazu aus dem zuständigen Stadtentwicklungsdezernat.
Jena plant zur Realisierung des Airport-Projektes einen weiteren Geldtopf der Bundesregierung anzuzapfen. „Die Vorhaben Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VVDE) werden zu 87,2% von Berlin finanziert. Die restlichen 12,8 % decken wir aus dem Konjunkturpaket ab, da wir von dort aus dem Thüringer Satz knapp 20% beziehen. Bleiben immer noch 7% zur Sanierung von Schulen etc. übrig“, rechnet Olaf Hundertmark aus dem Finanzdezernat der Stadt Jena vor.
Der einst von den Bossen der SED-Bezirksleitung zur schnelleren Anbindung der Zeiss-Stadt an wichtige Exportmärkte gewünschte Flughafen könnte jetzt unter der sich abzeichnenden Schließung des Erfurter Airports sogar oberste Priorität erlangen. Dort gingen Wirtschafts- und Finanzprüfer ein und aus, heißt es hinter vorgehaltener Hand – da geht bald das Licht aus.
Bliebe als Ersatz der Flughafen Altenburg-Nobis. Doch demografische Erhebungen zeigen, dass Altenburg im Jahr 2082 nahezu seine gesamten Einwohner an Jena, Chemnitz, München und Borna verloren haben wird. „Was nützt da ein Flughafen? Das wird Wüste!“, ist sich Dr. Hartmut Fliege, Geschäftsführer der Friedrich-Schiller-Airport Jena/Saale GmbH i.G. sicher. „Bis dahin werden wir gut aufgestellt sein und Leipzig als Luft-Drehkreuz in Mitteldeutschland abgelöst haben!“
Neben den ca. 2.400 zu erwartenden Arbeitsplätzen am Airport dürfte Jena dann auch wieder an das ICE-Netz der Deutschen Bahn angeschlossen sein. „Logisch, dass der Flughafen eine ICE-Anbindung braucht. Wir werden nicht den Fehler wie die Kollegen in Shanghai machen, und einen überteuerten Transrapid als Zubringer bauen!“, gibt Dr. Fliege die Richtung vor.
Ein möglicher Standort für den Airport könnte in unmittelbarer Nähe des Klinikums in Lobeda sein. „Mit den entsprechenden Lärmschutzwänden“, ist sich Dr. Fliege sicher“, könnten wir sogar nachts starten und landen.“
[Hinweis der Redaktion am 2. April 2009: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Aprilscherz.]
(jenanews.de)













Kommentare
Alle Kommentare, die diesen Beitrag als Aprilscherz entlarvt haben, habt ihr einfach gelöscht? Zitieren
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.